Teil einer Bewegung…

19 01 2009

50/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur

Geliebt, gehasst, gefeiert: Längst haben sich deutsche Rap-Musiker von ihren amerikanischen Vorbildern emanzipiert – und mit Texten auf Deutsch die Schulhöfe erobert. Über 30 Jahre, nachdem die ersten Reime durch die Straßen der Bronx hallten, ist auch hierzulande eine eigenständige und lebendige Szene entstanden.

50/250

Für eine fast einjährige Interview-Serie hat sich die Autorin Mareen Wordoff zusammen mit der Jung-Redakteurin Pauline Staigle mit den schillerndsten Vertretern der deutschsprachigen Szene getroffen.

Im Gespräch: Hammer & Zirkel, Frauenarzt, Favorite, Olli Banjo, Morlockk Dilemma, Grizzly & Shoot, Abroo, Pyranja, Sera Finale, Maxeel, F.R., Manuellsen, Phrequincy, Kollegah, Franky Kubrick, Harris, Juvel, Ali A$, Beathovenz, Stress & Trauma, Brenna & Desaster, Dundee, Jonesmann…..

Von ganz unten, aus den Straßen New Yorks, hinauf in die Chefetagen der milliardenschweren Medien- und Freizeitindustrie – wohl niemand hatte an die einfachen Sprechgesänge und Rhythmen geglaubt, die bis heute eine ganze Ära an Helden heranreifen ließ. So glanzvoll der Aufstieg erscheint, fehlt momentan der Industrie nicht zuletzt auf dem deutschen Urban Music Markt ein wenig die kraftvolle Stimme. Vielleicht nur ein Frosch im Hals oder doch ein ernster Infekt? Oder gar ein Infarkt?

Was es auch zu sein vermag: Rap lebt nach wie vor in den Herzen und Wohnzimmern der Menschen – trotz Labelauflösungen und Rap-Karrieren- Enden. Der Eine kommt, der Andere geht. So wie es die Evolution seit je her vorgesehen hat, hat sie auch vor dem so harten Rap-Business keinen Halt gemacht. Fest steht: Anfang und Ende reichen sich immer die Hände.

WildstyleMag.com präsentiert in den nächsten 50 Wochen Künstler, die einen sonst von Plattencovern und MySpace Seiten anlachen. Das sind 250 Fragen an Menschen, die bewundert oder verabscheut, geliebt, gehasst oder gefeiert werden. In persönlichen Gesprächen wird klar, warum alle aus tiefstem Herzen ein Teil dieser Bewegung sind.

Hier ein aktueller Auszug der Interviews, die es schon gibt:

50/250: Ali A$ – “Ich glaube an Rap!”

49/250: Hammer & Zirkel – “Bergauf oder Bergab!”

48/250: Kollegah – “Luxus ist nicht alles!”

47/250: Franky Kubrick – “Ying und Yang!”

46/250: Manuellsen – “Es gibt keine wahren HipHop-Fans mehr!”

45/250: Morlockk Dilemma – “Sie haben euch alle verarscht!”

44/250: F.R. – “Freiheit ist nicht alles!”

43/250: Phrequincy – “Sex, Drugs and HipHop!”

50/250 Silvester-Special: HipHop 2009 – Wo bitte geht´s lang?

42/250: Maxeel – “Das HipHop-Paradies”

41/250: Abroo – “Die A- und B-Seite des Lebens”

40/250: Juvel – “Musik ist meine Sünde!”

GESICHTER DEUTSCHER RAP-KULTUR
Die Interview-Serie von Mareen Wordoff
Jeden Montag auf WildstyleMag.com
www.wildstylemag.com





Sky Is Not The Limit

16 12 2008

Seit meiner Kindheit benutzte meine Oma diese Floske: “Die guten Menschen, die holt der Herr immer als erstes.” Mit große Augen schaute ich sie dann jedes Mal ungläubig an und frage mich gleichzeitig, ob unsere Welt eines Tages vielleicht nur noch aus schlechten Menschen besteht!? Meistens, verwarf ich diesen naiven Gedanken aber sofort.

Auch am 10. März 1997 hörte ich sie diesen Satz sagen. Es war ziemlich genau einen Tag nachdem Christopher Wallace aka The Notorious B.I.G. starb. Ich erinnere mich daran als wäre es gestern.

Wenige Wochen später hörte ich dann zum ersten Mal den Song “I´ll be missing you” (Original: The Police’s “Every Breath You Take”) von Puff Daddy featuring Faith Evans und 112. Der Track lief im Radio – rauf und runter. So schnell ich konnte, bespielte ich ein ganzes Tape – Seite A und B – mit diesen wundervollen Zeilen und Melodien. Ich hörte diese Kasette Tag und Nacht, konnte jede Zeile mitrappen/-singen.

11 Jahre ist das jetzt her und noch immer finde ich diesen Song wundervoll. Vielleicht ein bisschen abgedroschen und ausgeleihert – aber ich weiss ihn und seine Bedeutung einzuordnen und bin genügsam. Die Single erreichte weltweit 19 Mal Platin. Ich habe bis heute nur das Tape. Ich bin ja genügsam :-)

TAPE

2009 können wir alle Einblicke in das Leben eines der größten Entertainers der Hip Hop Geschichte werfen. Notorious – No Dream ist too big - wurde von Fox Searchlight Entertainment verfilmt und läuft ab dem 16. Januar in den US-Kinos. Gespielt wird er von Jamal Woolard. Anthony Mackie spielt 2Pac Shakur, Derek Luke übernimmt Sean Combs und Angela Bassett gibt Voletta Wallace. Wann der Film in Deutschland anläuft, ist noch unklar.

Dass der Himmel nicht das Limit ist, beweisst die Filmindustrie nun mit der Verfilmung seines Lebens. Vielleicht schaut er ja zu!

I´ll be missing you

Biggi feierte seine wohl größten Erfolge, während er nicht mehr unter uns weilte. Sein Album “Ready to Die” vom Rollings Stones Magazine zu einem der  500 Greatest Albums of All Time und von der New York Times zum All-TIME 100 gewählt. Auch für mich war, ist und bleibt er einer der talentiertesten und coolsten Künstler der Rap-Musik.








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